Polaroid Flip oder Now+: Autofokus gegen App-Steuerung
Die Polaroid Flip und die Now+ sind beide auf denselben i-Type Film ausgelegt und stehen doch für zwei verschiedene Ansätze. Die Flip setzt auf Technik, die das misslungene Bild verhindert. Die Now+ setzt auf Technik, die ungewöhnliche Bilder erst möglich macht. Wer das eine sucht, braucht das andere meistens nicht.
Kurz entschlossen? Die beiden im direkten Blick
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- Die Flip misst die Entfernung laut Herstellerangaben per Sonar und wählt aus mehreren Objektiven das passende aus.
- Sie warnt vor der Aufnahme, wenn das Licht für ein brauchbares Bild nicht reicht. Das spart Film.
- Die Now+ verbindet sich mit einer App und schaltet dort zusätzliche Aufnahmemodi frei, dazu liegen Objektivfilter bei.
- Beide belichten denselben i-Type Film im klassischen Quadratformat.
- Empfehlung: Flip, wenn möglichst viele Bilder gelingen sollen. Now+, wenn du bewusst experimentieren willst.
Polaroid Flip und Now+ im Vergleich
| Merkmal | Polaroid Flip | Polaroid Now+ |
| Format | Polaroid i-Type, quadratisch | Polaroid i-Type, quadratisch |
| Film | i-Type, 8 Bilder je Packung | i-Type, 8 Bilder je Packung |
| Belichtung | automatisch, mit Warnung vor Fehlbelichtung | automatisch, zusätzlich über App steuerbar |
| Blitz | vorhanden, automatisch | vorhanden, automatisch |
| Stromversorgung | eingebauter Akku, Laden per USB | eingebauter Akku, Laden per USB |
| Selbstauslöser | ja | ja |
| Besonderheiten | Sonar-Entfernungsmessung, Objektivwahl, Warnhinweis | App-Steuerung, Objektivfilter im Lieferumfang |
| Bauform | Klappdesign | feste Bauform |
Herstellerangaben, Stand 07.09.2026.
Wofür die eine, wofür die andere
Für wen sich die Polaroid Flip lohnt
Bei Polaroid kostet jedes Bild mehr als bei Instax, und eine Packung fasst nur acht Aufnahmen. Genau hier setzt die Flip an: Sie misst die Entfernung laut Herstellerangaben mit einem Sonarsystem, wählt daraufhin das passende Objektiv und meldet sich, wenn das Licht nicht reicht. Wer die Warnung ernst nimmt, wirft am Ende des Abends weniger Bilder weg.
Für Einsteiger ist das die entspanntere Kamera. Sie nimmt die Entscheidungen ab, statt sie anzubieten, und liefert dafür eine höhere Trefferquote.
Für wen sich die Polaroid Now+ lohnt
Die Now+ geht den umgekehrten Weg. Sie öffnet über die App Modi, die sonst niemand hat: Langzeitbelichtung, Aufnahmen vom Stativ, gezielte Doppelbelichtung. Das sind genau die Aufnahmen, vor denen die Flip warnen würde, und für manche sind sie der Grund, überhaupt analog zu fotografieren.
Dazu kommen die beiliegenden Objektivfilter. Sie verändern das Bild bei der Aufnahme, und weil das Ergebnis analog entsteht, bleibt der Effekt Teil des Bildes und nicht eine Einstellung, die sich zurücknehmen lässt.
Die Unterschiede im Detail
Die Entfernungsmessung. Die Flip arbeitet laut Herstellerangaben mit einer Sonarmessung und mehreren Objektiven, zwischen denen sie selbst umschaltet. Die Now+ nutzt ein einfacheres System. Auf kurze Distanz und bei Porträts ist das der sichtbarste Unterschied im fertigen Bild.
Der Warnhinweis. Nur die Flip meldet sich, bevor ein Bild misslingt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist bei acht Bildern je Packung aber bares Geld. Die Now+ löst aus, egal was die Messung sagt, und überlässt die Einschätzung dir.
Der Zugriff über das Telefon. Nur die Now+ hat ihn. Wer Langzeitbelichtungen machen oder die Kamera vom Stativ auslösen will, kommt an ihr nicht vorbei. Die Flip bleibt bei dem, was sich an der Kamera einstellen lässt.
Die Bauform. Die Flip klappt zusammen und schützt das Objektiv dabei selbst, die Now+ hat eine feste Form. Wer die Kamera lose in einer Tasche trägt, hat mit dem Klappdesign weniger Sorgen um die Frontlinse. Im Gegenzug baut die Flip aufgeklappt etwas höher, was beim Verstauen wieder Platz kostet. Für den täglichen Transport ist das ein Punkt, der sich erst nach ein paar Wochen zeigt.
Was beide gleich machen
Film, Format und Bildgröße sind identisch: i-Type, acht Bilder je Packung, das klassische Quadrat mit breitem Rand. Auch der 600er Film passt in beide. Welche Polaroid Kamera welchen Film nimmt, steht in der Übersicht zu den Polaroid Filmen.
Beide haben einen eingebauten Akku, einen Blitz und einen Selbstauslöser. Und beide teilen die Eigenheit aller Polaroid Kameras: Das Bild braucht mehrere Minuten, bis es durchgezeichnet ist, und sollte in dieser Zeit dunkel liegen.
Der passende Film für beide Kameras
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Häufige Fragen
Verhindert die Flip wirklich misslungene Bilder?
Sie warnt laut Herstellerangaben, wenn das Licht nicht reicht, und wählt das passende Objektiv. Auslösen kannst du trotzdem. Die Trefferquote steigt, eine Garantie ist es nicht.
Passt derselbe Film in Flip und Now+?
Ja, beide nutzen den i-Type Film. Auch der 600er Film funktioniert, weil beide Kameras einen eigenen Akku haben.
Kann ich die Flip mit einer App steuern?
Der App-Zugriff mit den zusätzlichen Aufnahmemodi ist das Merkmal der Now+. Wer Langzeitbelichtungen plant, ist dort richtig.
Welche ist besser für Einsteiger?
Die Flip, weil sie mehr Entscheidungen abnimmt und vor Fehlbelichtungen warnt. Bei acht Bildern je Packung zählt jede gelungene Aufnahme.
Warum sind Polaroid Bilder teurer als Instax?
Weil eine Packung acht statt zehn Bilder enthält und die Fläche größer ist. Die Rechnung über alle Systeme steht unter Kosten pro Sofortbild.
Fazit
Die eine verhindert das schlechte Bild, die andere ermöglicht das ungewöhnliche. Wer analog fotografiert, um Erinnerungen festzuhalten, und möglichst wenig Film verschwenden will, nimmt die Polaroid Flip. Wer den Reiz im Experiment sucht und dafür auch Ausschuss in Kauf nimmt, ist mit der Now+ besser bedient.
Beide liefern dasselbe klassische Polaroid. Der Unterschied liegt darin, wie viel die Kamera für dich entscheidet.
Ausführlich stehen beide Kameras in den Einzelberichten zur Polaroid Flip und zur Polaroid Now+. Alle weiteren Gegenüberstellungen sammelt der Vergleichs-Überblick.








