Was kostet ein Sofortbild? Alle Filmkosten im Vergleich
Von Instax Mini bis Polaroid: wo dein Geld wirklich hingeht
Beim Kauf einer Sofortbildkamera schaust du auf den Kamerapreis. Bezahlt wird aber danach, denn jedes einzelne Foto kostet Geld. Wer regelmäßig fotografiert, gibt binnen eines Jahres oft mehr für Film aus als für die Kamera selbst. Und die Unterschiede zwischen den Systemen sind erheblich: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Format liegt beim Preis pro Bild ein Vielfaches.
Diese Übersicht zeigt dir, welches System wie viel kostet, wie viel Bildfläche du dafür bekommst und wie du die Folgekosten senkst.
- Am günstigsten pro Bild sind die Digitaldruckverfahren ZINK und Kodak 4PASS.
- Unter den Analogfilmen ist der Instax Mini Film am günstigsten, im großen Value Pack liegst du bei rund einem Euro pro Bild.
- Instax Square und Instax Wide kosten mehr pro Bild, liefern dafür deutlich mehr Bildfläche.
- Polaroid Film ist der teuerste am Markt, dazu enthält ein Pack nur 8 statt 10 Bilder.
- Der wirksamste Hebel ist die Packungsgröße: Multipacks senken den Preis pro Bild deutlich.
- Der zweite Hebel sind Hybridkameras, bei denen du vor dem Druck auswählst und keinen Film für misslungene Aufnahmen verbrauchst.
- Welches Format wie groß ist, klären wir ausführlich in der Übersicht zum Polaroid Format.
Alle Sofortbild-Systeme im Kostenvergleich
Die folgende Tabelle ordnet alle gängigen Systeme nach den Kosten pro Bild. Zugrunde liegen jeweils die größten üblichen Packungsgrößen, denn dort ist der Preis pro Foto am niedrigsten.
Hinweis zu den Preisen: Die Angaben sind Circa-Werte und eine Momentaufnahme. Filmpreise schwanken je nach Anbieter, Packungsgröße, Rahmenvariante und Aktion teilweise erheblich, Einzelpackungen liegen deutlich über den hier genannten Werten. Verbindlich ist immer der Preis, der beim jeweiligen Händler zum Zeitpunkt des Kaufs angezeigt wird. Formatangaben nach Herstellerangaben.
| Filmtyp | Kameras | Bilder pro Pack | Bildausschnitt | Bildfläche | ca. Kosten pro Bild | Zum Film |
| ZINK Fotopapier | Kodak Printomatic, Polaroid Snap, Canon Zoemini, HP Sprocket | 20 bis 50 | 76 x 50 mm (randlos) | 3.800 mm² | ca. 0,40 bis 0,55 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Kodak 4PASS (klein) | Kodak Mini Shot 2, Kodak P210 Mini 2 | 30 bis 60 | 54 x 86 mm (randlos) | 4.644 mm² | ca. 0,50 bis 0,65 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Kodak 4PASS (quadratisch) | Kodak Mini Shot 3 Retro | 30 bis 60 | 76 x 76 mm (randlos) | 5.776 mm² | ca. 0,60 bis 0,75 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Instax Mini Film | Instax Mini 12, Mini 41, Mini 99, Mini EVO, Mini Link 3, Instax Pal, Leica Sofort und alle älteren Mini Modelle | 10 | 62 x 46 mm | 2.852 mm² | ca. 0,90 bis 1,00 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Instax Square Film | Instax SQ40, SQ1, SQ6, SQ10, SQ20 | 10 | 62 x 62 mm | 3.844 mm² | ca. 1,10 bis 1,30 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Polaroid Go Film | ausschließlich Polaroid Go | 8 (16 im Doppelpack) | 47 x 46 mm | 2.162 mm² | ca. 1,30 bis 1,50 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Instax Wide Film | Instax Wide 400, Wide Evo, Wide 300, Instax 210 | 10 | 62 x 99 mm | 6.138 mm² | ca. 1,40 bis 1,60 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Polaroid i-Type Film | Polaroid Now, Now+, OneStep 2 | 8 (16 im Doppelpack) | 79 x 79 mm | 6.241 mm² | ca. 1,90 bis 2,30 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Polaroid 600 Film | Polaroid 600 Serie, Polaroid Now und Now+ | 8 | 79 x 79 mm | 6.241 mm² | ca. 2,10 bis 2,50 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
| Polaroid SX-70 Film | ausschließlich Polaroid SX-70 | 8 | 79 x 79 mm | 6.241 mm² | ca. 2,30 bis 2,70 Euro | Jetzt Angebot ansehen! |
Wie viele Filme braucht eine Hochzeit, ein runder Geburtstag oder eine große Feier? Der Filmrechner rechnet es dir für eure Gästezahl aus.
Die drei wirksamsten Hebel bei den Filmkosten
1. Immer im Multipack kaufen
Der mit Abstand größte Unterschied entsteht durch die Packungsgröße. Eine Einzelpackung mit 10 Bildern kostet pro Foto deutlich mehr als dasselbe Produkt im Zwanziger- oder Sechzigerpack. Wer regelmäßig fotografiert, sollte deshalb grundsätzlich zur größten sinnvollen Packung greifen.
2. Vor dem Druck auswählen
Bei einer rein analogen Kamera ist jedes Bild verbraucht, sobald du auslöst, egal ob es gelungen ist. Hybridkameras zeigen dir die Aufnahme vorher auf dem Display, gedruckt wird nur, was dir gefällt. Bei einer Ausschussquote von einem Drittel, was bei Anfängern realistisch ist, senkt das die Kosten pro brauchbarem Bild um genau diesen Anteil.
Diese Kameras arbeiten so: Instax Mini EVO, Instax Wide Evo, Kodak Mini Shot 2 und Kodak Mini Shot 3 Retro. Einen Sonderweg geht die Instax Pal: Sie hat gar kein Filmfach, du druckst ausschließlich über einen Instax mini Link 3 und damit nur die Bilder, die du wirklich willst.
3. Das passende Format wählen
Bevor du beim Film sparst, lohnt der Blick auf das Format. Wer Bilder vor allem sammelt, verschenkt und ins Album klebt, braucht keine 79 x 79 mm. Wer dagegen Gruppenfotos macht, ist mit dem Mini Format schlecht bedient und druckt am Ende doppelt.
Eine vollständige Gegenüberstellung aller Formate mit Maßen und passenden Kameras findest du in unserer Übersicht zum Polaroid Format.
Die Systeme im Detail
Instax Mini: der günstigste Analogfilm
Mit 62 x 46 mm ist der Instax Mini Film das kleinste, aber auch das mit Abstand am weitesten verbreitete Analogformat. Ein Pack enthält 10 Bilder, im großen Value Pack liegst du bei rund einem Euro pro Foto. Genau diese Kombination aus niedrigem Preis und riesiger Kameraauswahl macht ihn zum Standard für Einsteiger.
Er passt in alle Instax Mini Kameras von der Mini 12 über die Mini 99 bis zu den älteren Modellen, außerdem in die Link Drucker und in die Leica Sofort. Es gibt ihn mit weißem und schwarzem Rahmen sowie in zahlreichen Motivvarianten.
Instax Square: mehr Fläche, moderater Aufpreis
Der quadratische Instax Square Film misst 62 x 62 mm und bietet damit rund ein Drittel mehr Bildfläche als das Mini Format. Der Preis pro Bild liegt etwas darüber, bleibt aber deutlich unter Polaroid. Ein Pack enthält ebenfalls 10 Bilder.
Passende Kameras sind die aktuelle Instax SQ40 sowie die Auslaufmodelle SQ1, SQ6, SQ10 und SQ20.
Instax Wide: die größte Instax Bildfläche
Mit 62 x 99 mm liefert der Instax Wide Film mehr als die doppelte Fläche des Mini Formats. Entsprechend liegt der Preis pro Bild deutlich höher, bei ebenfalls 10 Bildern pro Pack. Für Gruppenfotos und Landschaften ist das Format aber konkurrenzlos, weil du sonst mehrere Mini Bilder für dasselbe Motiv verbrauchst.
Aktuelle Kameras sind die Instax Wide 400 und die hybride Wide Evo, dazu die ältere Wide 300.
Polaroid i-Type und 600: das teuerste Format
Der klassische Polaroid Film bietet mit 79 x 79 mm die größte sichtbare Bildfläche überhaupt, im ikonischen weißen Rahmen. Dafür zahlst du doppelt: Der Preis pro Bild liegt am oberen Ende, und ein Pack enthält nur 8 statt 10 Bilder. Wer die Kosten pro Foto rechnet, sollte diesen Unterschied mitdenken, er wird häufig übersehen.
Der Unterschied zwischen den beiden Sorten: Der 600er Film enthält eine Batterie für alte Kameras, der i-Type Film kommt ohne aus und ist deshalb die günstigere Wahl für moderne Kameras mit eigenem Akku, also Polaroid Now und Now+.
Polaroid SX-70 und Go: Sonderfälle
Der SX-70 Film mit ISO 160 passt ausschließlich in die Polaroid SX-70 und ist der teuerste Sofortbildfilm am Markt, ebenfalls mit nur 8 Bildern pro Pack.
Der Polaroid Go Film ist mit 47 x 46 mm das kleinste Format überhaupt, kostet pro Bild aber trotzdem deutlich mehr als Instax Mini. Er passt ausschließlich in die Polaroid Go und ist mit keinem anderen Polaroid Film kompatibel.
ZINK: der günstigste Digitaldruck
Beim ZINK Verfahren steckt die Farbe bereits im Papier und wird durch Hitze aktiviert. Es gibt keine Tinte, keine Entwicklungszeit und keine Kartuschen. Das Papier ist deutlich günstiger als jeder Analogfilm, und die Packungen enthalten typischerweise 20 bis 50 Blatt.
Der Kompromiss liegt bei der Bildqualität: ZINK Ausdrucke erreichen nicht die Farbtiefe von Analogfilm. Dafür sind sie sofort trocken, wasserfest und haben eine selbstklebende Rückseite. Kameras mit ZINK sind unter anderem die Kodak Printomatic, die Canon Zoemini S2 und die Polaroid Z2300.
Kodak 4PASS: günstig bei besserer Qualität
Das 4PASS Thermosublimationsverfahren trägt drei Farbschichten auf und versiegelt das Foto anschließend mit einer Laminatschicht. Das Ergebnis ist wisch- und wasserfest und deutlich farbstärker als ZINK, liegt beim Preis pro Bild aber ebenfalls unter dem Instax Mini Film.
Wichtig bei den Kartuschen: Die Kodak Mini Shot 2 und der P210 Mini 2 Retro teilen sich dieselbe Kartusche im Kreditkartenformat. Die Mini Shot 3 Retro druckt quadratisch und braucht eine eigene, nicht kompatible Kartusche.
Rechenbeispiel: ein Jahr fotografieren
Angenommen, du machst pro Monat 20 Bilder, also 240 im Jahr. Das entspricht 24 Instax Packs oder 30 Polaroid Packs, denn dort sind ja nur 8 Bilder drin.
Was das bedeutet: Bei Instax Mini bewegst du dich bei rund einem Euro pro Bild im mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr. Bei Polaroid liegst du beim Mehrfachen davon, bei ZINK oder 4PASS deutlich darunter. Der Kamerapreis fällt dagegen bei allen Systemen nur einmal an und ist nach spätestens einem Jahr nicht mehr der bestimmende Faktor.
Deshalb lohnt sich die Rechnung vor dem Kauf: Wer viel fotografiert, sollte das Filmsystem wählen und die Kamera danach, nicht umgekehrt.
Häufig gestellte Fragen zu Filmkosten
Welcher Sofortbildfilm ist der günstigste?
Unter den Analogfilmen der Instax Mini Film mit rund einem Euro pro Bild im großen Value Pack. Noch günstiger sind die Digitaldruckverfahren ZINK und Kodak 4PASS, die aber kein echtes Analogbild liefern.
Warum ist Polaroid Film so viel teurer als Instax?
Drei Gründe kommen zusammen: die deutlich größere Bildfläche mit 79 x 79 mm, die aufwendigere Chemie des Integralfilms und die kleinere Packungsgröße mit nur 8 statt 10 Bildern. Rechnet man pro Bild, wirkt sich vor allem der letzte Punkt stärker aus, als vielen bewusst ist.
Wie senke ich die Filmkosten am wirksamsten?
Durch Multipacks. Der Unterschied zwischen Einzelpackung und großem Value Pack ist bei allen Systemen der größte einzelne Hebel. An zweiter Stelle steht eine Hybridkamera, bei der du vor dem Druck auswählst und keinen Film für misslungene Aufnahmen verbrauchst.
Wie viele Bilder sind in einem Filmpack?
Bei allen Instax Formaten 10 Bilder pro Pack. Bei Polaroid sind es 8, sowohl beim i-Type als auch beim 600er, SX-70 und Go Film. ZINK Papier und Kodak 4PASS Kartuschen gibt es in unterschiedlichen Größen von 20 bis 60 Blatt.
Kann ich günstigeren Fremdfilm verwenden?
Für Instax und Polaroid gibt es keine Alternativhersteller, die Filme kommen ausschließlich von Fujifilm beziehungsweise Polaroid. Bei ZINK Papier gibt es dagegen mehrere Anbieter, dort lässt sich durch Vergleichen sparen. Achte nur auf das passende Format, meist 2 x 3 Zoll.
Lohnt sich eine Hybridkamera wegen der Filmkosten?
Bei viel Nutzung ja. Wenn du ein Drittel deiner Aufnahmen nicht drucken würdest, sparst du auch ein Drittel der Filmkosten. Die Mehrkosten der Kamera hast du je nach Nutzung binnen weniger Monate wieder herausgeholt. Wer dagegen nur gelegentlich fotografiert, fährt mit einer einfachen Analogkamera günstiger.
Ist Sofortbildfilm haltbar?
Analogfilm hat ein Verfallsdatum, üblicherweise etwa ein Jahr nach Produktion. Kühl und dunkel gelagert hält er länger, mit zunehmendem Alter verschieben sich aber die Farben. Kaufe Multipacks deshalb nur in Mengen, die du in absehbarer Zeit verbrauchst. ZINK Papier und 4PASS Kartuschen sind dagegen praktisch unbegrenzt haltbar.
Fazit
Die Filmkosten sind bei Sofortbildkameras der entscheidende Posten, nicht der Kamerapreis. Wer regelmäßig fotografiert, gibt im ersten Jahr mehr für Film aus als für die Kamera.
Am günstigsten fotografierst du mit den Digitaldruckverfahren ZINK und Kodak 4PASS. Unter den echten Analogfilmen ist der Instax Mini Film die klare Empfehlung, mit rund einem Euro pro Bild im großen Value Pack. Wer mehr Bildfläche will, zahlt bei Square und Wide moderat mehr. Polaroid Film ist das Premiumformat mit dem größten Bild und dem höchsten Preis, verschärft durch die kleinere Packungsgröße.
Unser praktischer Rat: Rechne vor dem Kamerakauf einmal hoch, wie viele Bilder du realistisch im Monat machst. Bei zwanzig und mehr entscheidet das Filmsystem über deine laufenden Kosten, und die Kamera sollte sich danach richten. Welches Format wie groß ist und welche Kamera welchen Film nutzt, findest du in unserer Übersicht zum Polaroid Format.
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