Instax Probleme lösen: Blinkt orange, Bilder zu dunkel, Film einlegen

 

Die Kamera blinkt orange, das Bild kommt schwarz aus dem Schacht oder der Zähler zeigt plötzlich nichts mehr an: Die häufigsten Instax Probleme haben zum Glück einfache Ursachen, und fast alle lassen sich in zwei Minuten beheben. Diese Seite sammelt die Lösungen für alle gängigen Fehler, von der blinkenden Lampe über zu dunkle Bilder bis zum richtigen Einlegen des Films, für Instax mini, Square und Wide sowie die Polaroid Modelle.

 

Der häufigste Fehlerlöser: frischer Film im Vorratspack

 

 

 

Instax mini blinkt orange: Was die Lampe bedeutet

 

Die orange Lampe ist kein Defekt, sondern eine Statusanzeige, und sie bedeutet je nach Situation zwei verschiedene Dinge:

 

Kurzes orangenes Leuchten nach dem Einschalten oder einer Aufnahme: Der Blitz lädt. Das dauert wenige Sekunden, danach ist die Kamera wieder bereit. Völlig normal, einfach kurz warten.

 

Anhaltendes oder schnelles orangenes Blinken: Die Batterien sind fast leer. Der Blitz und der Filmtransport brauchen mehr Strom, als die Zellen noch liefern. Die Lösung: beide AA-Batterien durch frische ersetzen, immer paarweise und gleiche Marke. Fujifilm empfiehlt laut Bedienungsanleitung Alkaline-Batterien, wiederaufladbare Akkus liefern mit 1,2 Volt eine geringere Spannung, die Kamera meldet dann trotz voller Akkus schwache Batterien oder lädt den Blitz nur zäh.

 

 

Instax mini 12 blinkt orange: Der Sonderfall mit dem Objektiv

 

Bei der Instax mini 12 gibt es eine dritte Ursache, die regelmäßig für Verwirrung sorgt: Ein- und ausgeschaltet wird durch Drehen des Objektivs, und wenn der Objektivring zwischen zwei Rastpositionen hängt, weder ganz auf Normal noch ganz auf Close-up, blinkt die Lampe und die Kamera löst nicht aus. Die Lösung: Objektiv einmal komplett zurück in die Aus-Position drehen und dann sauber bis zum spürbaren Einrasten wieder einschalten. Hilft das nicht und die Lampe blinkt weiter, sind es doch die Batterien, nach einem Wechsel startet die Elektronik frisch. Dasselbe gilt sinngemäß für die Mini 13 mit identischem Drehmechanismus.

 

Instax Film einlegen: Schritt für Schritt

 

Falsch eingelegter Film ist die Ursache hinter der Hälfte aller „Kamera geht nicht“-Fälle, dabei ist der Ablauf in 30 Sekunden erledigt:

 

1. Rückdeckel öffnen, am besten im Schatten oder Innenraum, nie in praller Sonne.
2. Das Filmpack so einsetzen, dass die gelbe Markierung am Pack auf die gelbe Markierung im Fach trifft. Das Pack passt nur in dieser Ausrichtung ganz hinein, niemals mit Gewalt drehen oder drücken.
3. Deckel schließen, Kamera einschalten und einmal auslösen: Die schwarze Schutzfolie wird ausgeworfen, der Zähler springt auf 10. Erst jetzt ist die Kamera bildbereit.

 

Drei Dinge dürfen dabei nie passieren: das Pack an den beiden Öffnungen auf der Vorderseite anfassen, dort liegt der Film frei. Den Rückdeckel bei eingelegtem, angebrochenem Film öffnen, jedes Öffnen belichtet die obersten Bilder und macht sie weiß. Und ein halb verbrauchtes Pack in eine andere Kamera umziehen wollen, das funktioniert prinzipbedingt nicht ohne Verluste. Welcher Film in welche Kamera gehört, zeigt die Instax Film Übersicht.

 

Polaroid Film einlegen

 

Bei den Polaroid Modellen läuft es ähnlich: Filmklappe öffnen, das Pack mit dem Darkslide nach oben bis zum Anschlag einschieben, Klappe schließen, die Kamera wirft die schwarze Schutzfolie automatisch aus. Wichtig bei Polaroid: Die Folie fängt das frische Bild beim Auswurf ab und schützt es vor Licht, sie gehört zur Kamera und wird nicht entfernt. Jedes Polaroid Bild entwickelt danach am liebsten mit der Bildseite nach unten liegend, laut Hersteller 10 bis 15 Minuten, und wird dabei weder geschüttelt noch gedrückt. Warum Schütteln dem Bild sogar schadet, erklärt der Beitrag zur Funktionsweise der Polaroid Kamera.

 

Instax Bilder zu dunkel: Die vier Ursachen

 

Zu dunkle Bilder sind fast immer ein Abstands- oder Belichtungsthema, in dieser Reihenfolge prüfen:

 

1. Motiv außerhalb der Blitzreichweite: Der eingebaute Blitz trägt bei den mini Modellen etwa 0,3 bis 2,7 Meter. Die Festhalle beim Geburtstag oder die Bühne beim Konzert liegt weit darüber, das Bild wird zwangsläufig dunkel. Lösung: näher ran, Personen im Bereich von einem halben bis zweieinhalb Metern fotografieren.

 

2. Heller Hintergrund täuscht die Automatik: Steht die Person vor einem Fenster oder hellem Himmel, misst die Kamera auf die Helligkeit und das Gesicht säuft ab. Lösung: Position wechseln, Lichtquelle in den Rücken des Fotografen.

 

3. Bei Mini 8 und Mini 9 das Belichtungsrad: Diese Modelle haben ein Einstellrad, auf dem eine LED die empfohlene Stellung anzeigt. Steht das Rad auf einer anderen Position als der leuchtenden LED, wird über- oder unterbelichtet. Lösung: vor jedem Bild das Rad auf die LED drehen, für bewusst hellere Bilder gibt es die Hi-Key-Stellung. Details dazu im Mini 9 Beitrag.

 

4. Durch Glas geblitzt: Fensterscheiben und Vitrinen werfen den Blitz zurück, das Motiv dahinter bleibt dunkel. Lösung: im Winkel oder ohne Glas fotografieren.

 

Bilder zu hell oder komplett weiß

 

Das Gegenteil hat meist eine von zwei Ursachen. Zu helle, ausgewaschene Bilder entstehen bei praller Sonne, besonders bei Mini 8 und Mini 9 mit falscher Radstellung, oder wenn das Motiv zu nah an der Linse und damit zu nah am Blitz ist. Komplett weiße Bilder sind dagegen kein Belichtungsfehler, sondern belichteter Film: Das passiert, wenn der Rückdeckel bei eingelegtem Pack geöffnet wurde oder das Pack vor dem Einlegen längere Zeit ohne Verpackung im Licht lag. Diese Bilder sind verloren, der Rest des Packs ist es je nach Dauer ebenfalls. Vorbeugen ist einfach: Pack erst unmittelbar vor dem Einlegen aus der Folie nehmen, Deckel bis zum letzten Bild geschlossen halten.

 

Kamera wirft kein Bild aus oder der Film klemmt

 

Wenn der Auslöser klickt, aber nichts kommt, der Reihe nach:

 

Zähler prüfen: Zeigt er 0 oder S, ist das Pack leer oder die Schutzfolie wurde nie ausgeworfen. Neues Pack einlegen beziehungsweise einmal auslösen.

 

Batterien prüfen: Der Filmtransport ist der stromhungrigste Vorgang der Kamera. Schwächelnde Batterien schaffen manchmal noch den Blitz, aber nicht mehr den Motor. Frische Zellen einsetzen, das behebt die Mehrzahl der Auswurfprobleme.

 

Der sanfte Reset: Batterien für eine halbe Minute entnehmen und wieder einsetzen, damit startet die Elektronik neu, ein hängender Transport löst sich oft von selbst.

 

Was du nie tun solltest: Ein halb ausgeworfenes Bild mit Gewalt herausziehen. Dabei verschmiert Entwicklerpaste auf den Transportwalzen und beschädigt jedes folgende Bild. Steckt ein Bild wirklich fest, Kamera ausschalten, Batterien wechseln, wieder einschalten, in den allermeisten Fällen schiebt der Motor das Bild dann zu Ende. Bleibt es hängen, das Bild im abgedunkelten Raum vorsichtig gerade herausführen und die Walzen mit einem trockenen Tuch abwischen.

 

Sofortbildkamera und Film im Flugzeug: Handgepäck und Röntgen

 

Die Kamera selbst ist unproblematisch und darf ins Handgepäck wie ins Aufgabegepäck. Beim Film ist Vorsicht angebracht: Sofortbildfilm gehört grundsätzlich ins Handgepäck, denn die Scanner für aufgegebene Koffer arbeiten mit deutlich stärkerer Strahlung und können unbelichteten Film verschleiern. Fujifilm weist darauf hin, dass Röntgenkontrollen Schleier auf dem Film verursachen können, und empfiehlt, an der Kontrolle eine Handinspektion zu erbitten. Das gilt besonders an Flughäfen mit den neueren CT-Scannern für Handgepäck, deren Strahlendosis höher liegt als bei klassischen Geräten. In der Praxis heißt das: Filmpacks originalverpackt griffbereit halten, freundlich um Handkontrolle bitten, und im Zweifel übersteht der Film eine einzelne klassische Handgepäckkontrolle erfahrungsgemäß ohne sichtbare Folgen, mehrfache Scans und CT-Geräte sollte man ihm ersparen. Bereits entwickelte Bilder sind übrigens völlig unempfindlich, die können überallhin.

 

Häufige Fragen zu Instax und Polaroid Problemen

 

Kann ich Akkus statt Batterien verwenden?

Davon ist abzuraten: Akkus liefern 1,2 statt 1,5 Volt, die Kamera interpretiert das als schwache Batterien, blinkt orange oder lädt den Blitz nur langsam. Fujifilm empfiehlt in der Anleitung Alkaline-Batterien, und die halten laut Hersteller etwa zehn Filmpacks durch.

 

Der Zähler zeigt S: Was heißt das?

S steht für Start: Das Pack ist eingelegt, aber die schwarze Schutzfolie wurde noch nicht ausgeworfen. Einmal auslösen, die Folie kommt heraus, der Zähler springt auf 10 und die Kamera ist bereit.

 

Mein erstes Bild nach dem Einlegen war schwarz. Ist die Kamera kaputt?

Nein, das war kein Bild, sondern die Schutzfolie des Filmpacks, der sogenannte Darkslide. Sie schützt den Film vor Licht und wird bei der ersten Auslösung ausgeworfen, danach zählt jedes Bild.

 

Hilft es, das Bild nach der Aufnahme zu schütteln?

Nein, im Gegenteil: Schütteln kann die Entwicklerschicht beschädigen und Flecken verursachen. Das Bild entwickelt am besten ruhig liegend, bei Instax in rund 90 Sekunden. Was dabei im Inneren passiert, zeigt der Beitrag zur Funktionsweise der Sofortbildkamera.

 

Fazit

 

Die allermeisten Instax und Polaroid Probleme sind in Minuten gelöst: Orange blinken heißt fast immer frische Batterien, weiße Bilder heißen Licht im Filmfach, dunkle Bilder heißen Abstand oder Radstellung, und ein klemmender Auswurf braucht neue Zellen statt Gewalt. Wer dazu den Film richtig einlegt und ihn im Flugzeug ins Handgepäck packt, hat die typischen Fehlerquellen komplett im Griff. Und falls die Kamera trotz allem am Ende ist: Der Sofortbildkamera Vergleich zeigt, was die aktuellen Modelle besser machen.

 

 

Christian, Gründer von Sofortbildkamera Guru

Christian

Hallo, ich bin Christian und betreibe Sofortbildkamera Guru seit 2016. Seitdem habe ich unzählige Instax-, Polaroid- und Zink-Modelle in der Hand gehabt und schreibe hier über das, was beim Kauf wirklich zählt: Bildqualität, Handhabung und vor allem die Folgekosten pro Foto. Den passenden Film zu deiner Kamera findest du in den Übersichten zu Instax Filmen und Polaroid Filmen, alle Formate im Vergleich beim Polaroid Format.

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