Instax Mini 9 oder Mini 11? Die 5 wichtigsten Unterschiede
Beide Modelle im direkten Vergleich
Im April 2017 stellte Fujifilm die Instax Mini 9 vor, im Februar 2020 folgte ihre Nachfolgerin, die Instax Mini 11. Sie ist ihrer Vorgängerin äußerlich sehr ähnlich, bietet aber wichtige Verbesserungen bei der Belichtung und beim Nahbereich. In diesem Artikel findest du alle Unterschiede im Detail.
- Erscheinungsjahr Instax Mini 9: April 2017, Instax Mini 11: Februar 2020
- Beide Modelle verfügen über das gleiche Bildformat mit 62 x 46 mm und liefern damit dieselbe Bildqualität.
- Der größte Unterschied: Die Mini 9 hat ein manuelles Helligkeitsrad, die Mini 11 stellt die Belichtung automatisch ein.
- Die Mini 11 hat einen integrierten Selfie-Modus, bei der Mini 9 braucht es dafür einen Aufsteckadapter.
- Die Mini 11 ist leichter, schmaler und in fünf neuen Farben erhältlich.
- Wichtig: Beide Modelle sind inzwischen Auslaufware. Beim Neukauf ist die Instax Mini 12 die richtige Wahl, die Unterschiede klären wir im Vergleich Mini 11 vs Mini 12.
- Der günstige Instax Mini Film passt in beide Kameras und kostet im großen Value Pack rund einen Euro pro Bild.
Der direkte Vergleich zwischen Instax Mini 9 und 11
Die Gemeinsamkeiten der Mini 9 und Mini 11
- Instax Mini Film mit 62 x 46 mm Bildfläche
- 60-mm-Objektiv (1:12,7)
- Echtbildsucher mit 0,37-facher Vergrößerung
- Konstant auslösender Blitz, bei beiden nicht abschaltbar
- Zwei AA-Batterien
Weil beide Kameras dasselbe Objektiv und denselben Instax Mini Film verwenden, sind die fertigen Fotos praktisch nicht voneinander zu unterscheiden. Die Unterschiede liegen in der Bedienung und im Nahbereich.
1. Automatische Belichtung
Die Instax Mini 9 verfügt über ein Einstellrad mit fünf Voreinstellungen: Sehr sonnig, Sonnig, Bewölkt, Innenräume und High Key. Damit stellst du die Belichtung selbst ein, die Kamera zeigt dir über eine Leuchtanzeige lediglich, welche Position passen würde.
Die Mini 11 setzt dagegen auf einen automatischen Belichtungsmodus, der Verschlusszeit und Blitzleistung selbst anpasst. Die Verschlusszeit reicht von 1/2 s bis 1/250 s, die Belichtung von Lw 5,0 bis 14,5, je nach Umgebungslicht.
Das ist im Alltag der wichtigste Unterschied: Bei der Mini 9 kostet dich ein vergessenes Drehen am Rad ein Bild und damit rund einen Euro. Genau deshalb ist die Mini 11 die anfängerfreundlichere Kamera, und die aktuelle Mini 12 geht denselben Weg.
2. Selfie-Modus
Wenn du mit der Mini 9 eine Nahaufnahme oder ein Selfie machen willst, brauchst du das beiliegende Selfie-Objektiv zum Aufstecken. Damit verringert sich der Mindestfokusabstand von 60 cm auf 35 bis 50 cm. Das hat zwei Nachteile: Das Anbringen und Abnehmen ist fummelig, und man vergisst den Aufsatz leicht zu Hause.
Die Mini 11 hat einen integrierten Selfie-Modus. Du ziehst einfach die Vorderseite des Objektivs heraus und die Kamera stellt auf 30 bis 50 cm um. Nach dem Selfie schiebst du das Objektiv zurück und der reguläre Modus ist wieder aktiv.
3. Neues Zubehör
Zusätzlich zum Trageriemen, der schon bei der Mini 9 dabei war, liegen der Mini 11 zwei Auslöseraufsätze bei: einer im Juwelen-Look und einer, der im Dunkeln leuchtet. Die Farbe beider Aufsätze ist auf die Gehäusefarbe abgestimmt.
Empfohlenes Zubehör
Das wichtigste Zubehör für beide Kameras ist Film. Im großen Multipack kostet dich ein Bild rund einen Euro und damit deutlich weniger als in der Einzelpackung.
| Vorschau | Produkt | |
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4. Neue Farben
Die Mini 11 kam in einer anderen Farbpalette als die Mini 9: Sky Blue, Blush Pink, Charcoal Gray, Ice White und Lilac Purple. Die Mini 9 gab es in Kobaltblau, Limettengrün, Flamingo Pink, Eisblau und Rauchweiß.
Die Farbvarianten der Instax Mini 9 im Überblick:
5. Geringfügige Verbesserungen am Design
Die Mini 11 hat ein runderes Aussehen als die Mini 9 und verwendet um das Objektiv herum ein anderes Material als am restlichen Gehäuse. Auslöser und Ein-Aus-Taste haben kleine Einkerbungen bekommen, was das Fotografieren erleichtert. Auf der Rückseite gibt es eine kleine Griffmulde und auf der Filmklappe ein großes Instax-Logo.
Die Mini 11 ist außerdem etwas leichter als die Mini 9 (293 g gegenüber 307 g mit Batterien, Trageriemen und Film), dabei schmaler (107,6 mm gegenüber 116 mm) und höher (121,2 mm gegenüber 118,3 mm). Die Tiefe ist mit 67,3 gegenüber 68,2 mm nahezu gleich geblieben.
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Häufig gestellte Fragen zur Instax Mini 9 und Mini 11
Ist die Instax Mini 11 besser als die Mini 9?
In der Bildqualität nicht, beide nutzen dasselbe Objektiv und denselben Film. Die Mini 11 ist im Alltag angenehmer, weil die Belichtung automatisch eingestellt wird und der Selfie-Modus ohne Aufsteckadapter funktioniert. Gerade für Einsteiger bedeutet das weniger misslungene Bilder.
Lohnt sich das Upgrade von der Mini 9 auf die Mini 11?
Wenn deine Mini 9 funktioniert: nein. Die Fotos werden nicht besser, du bekommst nur die komfortablere Bedienung. Und da beide Modelle inzwischen ausgelaufen sind, wäre ein Wechsel ohnehin nur zur aktuellen Instax Mini 12 sinnvoll.
Verwenden beide Kameras denselben Film?
Ja, beide nutzen den Instax Mini Film mit 62 x 46 mm Bildgröße. Im großen Value Pack kostet dich ein Bild rund einen Euro. Derselbe Film passt auch in alle neueren Modelle bis zur Mini 99.
Kann man den Blitz bei Mini 9 oder Mini 11 ausschalten?
Nein, bei beiden feuert der Blitz automatisch bei jeder Aufnahme. Wer Blitzkontrolle braucht, greift zur Instax Mini 99 mit manuellen Modi.
Wie stelle ich die Helligkeit bei der Instax Mini 9 richtig ein?
Die Kamera misst das Umgebungslicht selbst und lässt die passende Lampe am Objektivring aufleuchten. Du drehst den Helligkeitsregler auf die leuchtende Anzeige, dann stimmt die Belichtung. Dieses Drehen ist der häufigste Grund für misslungene Bilder, es lohnt sich also, es zur Gewohnheit zu machen.
Gibt es Mini 9 und Mini 11 noch zu kaufen?
Beide sind Auslaufmodelle und nur noch als Restbestand oder gebraucht erhältlich. Wer neu kauft, greift zur Instax Mini 12, im Retro-Look zur Mini 41.
Welche Instax eignet sich für Kinder?
Die Mini 11 eher als die Mini 9, weil das Helligkeitsrad entfällt und damit weniger Bilder danebengehen. Aktuelle Empfehlungen findest du im Ratgeber zur Sofortbildkamera für Kinder.
Fazit
Der größte Unterschied zwischen Mini 9 und Mini 11 ist die Belichtung: Beim älteren Modell steuerst du sie selbst über das Helligkeitsrad, beim neueren übernimmt das die Kamera. Ein gewisses Maß an Kontrolle kann angenehm sein, denn die Automatik schätzt die Belichtung nicht immer richtig ein. Für Einsteiger überwiegt aber klar der Vorteil, dass kein vergessener Handgriff mehr ein Bild kostet. Dazu kommt der integrierte Selfie-Modus der Mini 11, der den fummeligen Aufsteckadapter überflüssig macht.
Heute gilt allerdings: Beide Modelle sind Auslaufware. Besitzt du eine der beiden, gibt es keinen Grund zum Wechseln, denn die Bildqualität ist bei allen Instax Mini Kameras identisch und den Instax Mini Film bekommst du weiterhin überall. Suchst du dagegen eine neue Kamera oder ein Geschenk, führt der Weg zur Instax Mini 12. Wie sie sich von der Mini 11 unterscheidet, klären wir im Vergleich Mini 11 vs Mini 12.
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