Unterschied zwischen Fujifilm Instax Wide 400 und Instax Wide 300

Lohnt sich das neue Modell oder reicht der bewährte Klassiker? Der große Wide Vergleich

 

 

Mit der Instax Wide 400 hat Fujifilm 2024 nach zehn Jahren endlich einen Nachfolger für die beliebte Instax Wide 300 vorgestellt. Beide Kameras fotografieren auf den großen Instax Wide Film mit doppelter Bildfläche gegenüber Instax Mini, beide sind die erste Wahl für Gruppenfotos und Landschaften. Doch wo unterscheiden sie sich wirklich, und für wen lohnt sich welches Modell? Das klären wir in diesem Vergleich.

 

Das Wichtigste in Kürze

 

  • Die Wide 400 ist der offizielle Nachfolger der Wide 300 nach zehn Jahren Modellpause
  • Neu bei der Wide 400: Selbstauslöser, drei Fokuszonen über den Objektivring und ein verbesserter Sucher
  • Weggefallen bei der Wide 400: die manuelle Belichtungskorrektur und die Aufhellblitz-Taste der Wide 300
  • Gleicher Film, gleiches Objektiv, praktisch gleiche Bildqualität
  • Unsere Empfehlung: Beim Neukauf zur Wide 400 greifen, die Wide 300 lohnt nur noch als deutlich günstigerer Restposten

 

Der direkte Vergleich zwischen Instax Wide 400 und Instax Wide 300

 

Empfehlung
FUJIFILM instax Wide 400™ Sofortbildkamera | Analoge Instantkamera für große Sofortbilder mit...
INSTAX Wide 300 Black
Filmformat
Instax Wide - 99 x 62 mm (H x B
Instax Wide - 99 x 62 mm (H x B)
Passender Film
Abmessungen in mm (B x H x T)
162 x 98 x 123
167,8 x 94,7 x 120,9
Gewicht
616 Gramm
612 Gramm
Objektiv
f = 95 mm, Blende 1:14
f = 95 mm, Blende 1:14
Fokussierung
3 Zonen über Objektivring, Nahlinse 40 - 50 cm
2 Zonen motorbetrieben, Nahlinse 40 - 50 cm
Belichtungssteuerung
Vollautomatisch, LW 10,5 - 15 (ISO 800)
Automatisch mit Lighten/Darken-Korrektur
Blitz
Automatik, 0,9 - 3 m
Automatik, 0,9 - 3 m, Aufhellblitz zuschaltbar
Selbstauslöser
Ja (4 / 6 / 8 / 10 Sek.)
Nein
Sucher
Echtbildsucher 0,37x, zwei Rahmenlinien
Echtbildsucher 0,37x mit Zielpunkt
Stromversorgung
4 x AA Batterien
4 x AA Batterien
Sonstiges
Stativgewinde, Winkel-Stützen im Lieferumfang
Stativgewinde
Empfehlung
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Filmformat
Instax Wide - 99 x 62 mm (H x B
Passender Film
Abmessungen in mm (B x H x T)
162 x 98 x 123
Gewicht
616 Gramm
Objektiv
f = 95 mm, Blende 1:14
Fokussierung
3 Zonen über Objektivring, Nahlinse 40 - 50 cm
Belichtungssteuerung
Vollautomatisch, LW 10,5 - 15 (ISO 800)
Blitz
Automatik, 0,9 - 3 m
Selbstauslöser
Ja (4 / 6 / 8 / 10 Sek.)
Sucher
Echtbildsucher 0,37x, zwei Rahmenlinien
Stromversorgung
4 x AA Batterien
Sonstiges
Stativgewinde, Winkel-Stützen im Lieferumfang
INSTAX Wide 300 Black
Filmformat
Instax Wide - 99 x 62 mm (H x B)
Passender Film
Abmessungen in mm (B x H x T)
167,8 x 94,7 x 120,9
Gewicht
612 Gramm
Objektiv
f = 95 mm, Blende 1:14
Fokussierung
2 Zonen motorbetrieben, Nahlinse 40 - 50 cm
Belichtungssteuerung
Automatisch mit Lighten/Darken-Korrektur
Blitz
Automatik, 0,9 - 3 m, Aufhellblitz zuschaltbar
Selbstauslöser
Nein
Sucher
Echtbildsucher 0,37x mit Zielpunkt
Stromversorgung
4 x AA Batterien
Sonstiges
Stativgewinde

 

Fujifilm Instax Wide 400:

 

Fujifilm Instax Wide 300:

 

Die Gemeinsamkeiten: Gleiches Herz, gleicher Film

 

Im Kern sind sich die beiden Kameras erstaunlich ähnlich, denn Fujifilm hat am bewährten Fundament nichts geändert. Beide verwenden das identische 95-mm-Objektiv mit Blende 1:14, beide belichten auf den großen Instax Wide Film mit 99 x 62 mm Bildfläche, dem größten Format im Instax Sortiment. Auch Verschluss, Blitzreichweite, die vier AA Batterien und die mitgelieferte Nahlinse für Aufnahmen ab 40 cm sind gleich geblieben. Die Bildqualität ist damit praktisch identisch: Ein Wide Foto aus der 400 ist von einem aus der 300 nicht zu unterscheiden.

 

Die Unterschiede im Detail

 

Selbstauslöser: Das stärkste Argument für die Wide 400

 

Der größte Neuzugang ist der analoge Selbstauslöser mit Drehhebel und vier Zeitintervallen von 4 bis 10 Sekunden. Gerade bei einer Kamera, die für Gruppenfotos gebaut ist, war das Fehlen bei der Wide 300 immer der große Kritikpunkt: Wer das Bild machte, war nie mit drauf. Die Wide 400 löst genau das, und mit den mitgelieferten Winkel-Stützen an der Handschlaufe steht sie dafür sogar ohne Stativ stabil. Für alle, die die Kamera hauptsächlich auf Feiern, Hochzeiten und Familientreffen einsetzen, ist allein dieser Punkt den Modellwechsel wert.

 

Bedienung und Fokus

 

Die Wide 400 wird komplett über den Objektivring bedient: Drehen schaltet ein und wechselt zwischen den drei Fokuszonen. Das fühlt sich analoger und direkter an als bei der Wide 300, die ihre zwei Fokusbereiche motorbetrieben über eine Taste umschaltet. Dazu kommt der verbesserte Sucher mit zwei Rahmenlinien, der die Bildkomposition im Nah- und Normalbereich präziser macht als der einfache Zielpunkt der Wide 300.

 

Was die Wide 400 verloren hat

 

Ganz ohne Zugeständnisse kommt das neue Modell allerdings nicht aus, und das verschweigen viele Vergleiche: Die Wide 300 besitzt eine Lighten/Darken-Taste zur manuellen Belichtungskorrektur und eine zuschaltbare Aufhellblitz-Funktion. Beides ist bei der Wide 400 der Vollautomatik zum Opfer gefallen, hier lässt sich weder der Blitz steuern noch die Belichtung anpassen. Für die große Mehrheit ist das egal, die Automatik arbeitet zuverlässig. Wer aber gerne bewusst über- oder unterbelichtet oder bei Gegenlicht gezielt aufhellt, hat mit der alten Wide 300 tatsächlich mehr kreative Kontrolle.

 

Preis und Verfügbarkeit

 

Die Wide 300 wird nicht mehr produziert, im Handel finden sich nur noch Restbestände zu schwankenden Konditionen. Mal liegt sie deutlich unter der Wide 400, mal wegen der Knappheit sogar darüber. Die Faustregel: Nur zugreifen, wenn der Preisvorteil gegenüber der Wide 400 wirklich deutlich ausfällt. Bei ähnlichen Konditionen ist die neuere Kamera mit Selbstauslöser und besserem Sucher der klar bessere Kauf. Die laufenden Kosten sind identisch, der Wide Film ist derselbe und pro Bild der teuerste im Instax Sortiment, weshalb sich für Vielknipser auch ein Blick auf die hybride Instax Wide Evo lohnt, die nur die Bilder ausbelichtet, die du vorher am Display freigibst.

 

Vor- und Nachteile der Instax Wide 400

 

  • Selbstauslöser mit vier Zeitintervallen
  • Drei Fokuszonen direkt am Objektivring
  • Verbesserter Sucher mit Rahmenlinien
  • Winkel-Stützen für Aufnahmen ohne Stativ
  • Aktuelles Modell mit voller Verfügbarkeit
  • Keine manuelle Belichtungskorrektur mehr
  • Blitz nicht steuerbar
  • Nur in einer Farbe erhältlich
  • Groß und schwer (616 g)

 

Vor- und Nachteile der Instax Wide 300

 

  • Manuelle Belichtungskorrektur (Lighten/Darken)
  • Zuschaltbarer Aufhellblitz
  • Als Restposten teils günstig zu bekommen
  • Über zehn Jahre bewährte Technik
  • Kein Selbstauslöser
  • Einfacherer Sucher
  • Auslaufmodell mit schwankender Verfügbarkeit
  • Groß und schwer (612 g)

 

Häufig gestellte Fragen zur Instax Wide 400 und Wide 300

 

Ist die Instax Wide 400 besser als die Wide 300?

Für die meisten ja: Der Selbstauslöser, der bessere Sucher und die direktere Bedienung machen sie zur runderen Kamera, bei identischer Bildqualität. Nur wer die manuelle Belichtungskorrektur der Wide 300 gezielt nutzt, verliert beim Umstieg etwas.

 

Verwenden beide Kameras denselben Film?

Ja, beide verwenden den Instax Wide Film mit 99 x 62 mm Bildfläche, dem größten Format der Instax Filmfamilie. Beim Kamerawechsel kannst du vorhandene Filmpackungen also einfach weiterverwenden.

 

Hat die Instax Wide 400 einen Selfie-Spiegel?

Nein, beide Wide Modelle verzichten auf den Selfie-Spiegel der Mini Reihe. Selbstportraits gelingen bei der Wide 400 stattdessen über den Selbstauslöser mit den Winkel-Stützen oder einem Stativ.

 

Lohnt sich das Upgrade von der Wide 300 auf die Wide 400?

Wenn dir der Selbstauslöser wichtig ist, ja, das ist der eine echte Funktionsgewinn. Geht es dir nur um die Bildqualität, kannst du deine Wide 300 bedenkenlos weiterverwenden, die Fotos sind identisch.

 

Warum gibt es die Wide 400 nur in Grün?

Fujifilm bietet die Wide 400 bisher ausschließlich in Sage Green an. Weitere Farbvarianten wie bei der Mini Reihe gibt es aktuell nicht, das dezente Grün ist aber deutlich zurückhaltender als es klingt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Wide 400 und Wide Evo?

Die Wide 400 ist eine rein analoge Kamera, jedes ausgelöste Bild wird sofort belichtet. Die Wide Evo ist eine Hybridkamera mit Display: Du fotografierst digital und druckst nur die Aufnahmen, die dir gefallen. Das spart Filmkosten, kostet aber das echte analoge Erlebnis.

 

Fazit: Instax Wide 400 oder Wide 300?

 

Die Antwort fällt klarer aus als bei den meisten Kameravergleichen. Beim Neukauf führt kein Weg an der Instax Wide 400 vorbei: Sie behebt mit dem Selbstauslöser den größten Schwachpunkt ihrer Vorgängerin, bedient sich angenehmer und ist regulär verfügbar. Die Instax Wide 300 bleibt nur in zwei Fällen interessant: als deutlich günstigerer Restposten oder für die kleine Gruppe, die die manuelle Belichtungskorrektur wirklich einsetzt. Die Bilder selbst sind bei beiden gleich beeindruckend groß, und beim Film entscheidest du dich ohnehin nur einmal für das Wide Format, das mit seiner doppelten Instax Mini Fläche Gruppen und Landschaften am schönsten einfängt.

 

Fujifilm Instax Wide 400:

 

Fujifilm Instax Wide 300:

 

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Christian, Gründer von Sofortbildkamera Guru

Christian

Hallo, ich bin Christian und betreibe Sofortbildkamera Guru seit 2016. Seitdem habe ich unzählige Instax-, Polaroid- und Zink-Modelle in der Hand gehabt und schreibe hier über das, was beim Kauf wirklich zählt: Bildqualität, Handhabung und vor allem die Folgekosten pro Foto. Den passenden Film zu deiner Kamera findest du in den Übersichten zu Instax Filmen und Polaroid Filmen, alle Formate im Vergleich beim Polaroid Format.

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