Kodak Mini Shot 3 oder Instax mini 13: Thermodruck gegen Sofortbildfilm
Auf den ersten Blick machen beide dasselbe: fotografieren und das Bild sofort ausgeben. Technisch sind es zwei verschiedene Welten. Die Kodak Mini Shot 3 ist eine Kamera mit eingebautem Drucker, die Instax mini 13 eine analoge Kamera mit Sofortbildfilm. Das Ergebnis fühlt sich unterschiedlich an, im wörtlichen Sinn.
Kurz entschlossen? Die beiden im direkten Blick
- Die Kodak ist eine Kombination aus Digitalkamera und Drucker. Sie nimmt digital auf, druckt auf beschichtetes Papier und lässt sich auch vom Telefon aus nutzen.
- Die mini 13 ist eine analoge Sofortbildkamera. Jeder Auslöser belichtet ein Blatt Film, es gibt keine Vorschau.
- Kodak Drucke sind laut Herstellerangaben quadratisch, wischfest und auf der Rückseite selbstklebend.
- Instax liefert das klassische Sofortbild mit weißem Rand, entwickelt in rund 90 Sekunden.
- Empfehlung: Kodak, wenn Auswahl und Handydruck zählen. Instax, wenn es ein echtes Sofortbild sein soll.
Kodak Mini Shot 3 und Instax mini 13 im Vergleich
| Merkmal | Kodak Mini Shot 3 | Instax mini 13 |
| Format | quadratischer Druck, rund 76 x 76 mm | Instax mini, 62 x 46 mm Bild |
| Film | Papier mit Farbschicht, Kartusche | Instax mini, 10 Bilder je Kassette |
| Belichtung | digitaler Sensor, automatisch | vollautomatisch, ein Modus |
| Blitz | vorhanden | immer aktiv, nicht abschaltbar |
| Stromversorgung | eingebauter Akku | 2x AA-Batterie |
| Selbstauslöser | ja | ja, mit Aufsteller |
| Besonderheiten | druckt auch Handyfotos, Auswahl vor dem Druck | echtes Sofortbild, kein Display |
| Verfahren | Thermodruck mit Schutzschicht | chemische Entwicklung |
Herstellerangaben, Stand 07.09.2026.
Wofür die eine, wofür die andere
Für wen sich die Kodak Mini Shot 3 lohnt
Die Kodak lohnt sich, wenn du auswählen willst, bevor gedruckt wird, und wenn auch Bilder vom Telefon auf Papier sollen. Beides kann die Instax nicht. Wer viele Aufnahmen macht und nur die besten ausdruckt, verbraucht deutlich weniger Material.
Das zweite Argument ist die Haltbarkeit der Drucke. Sie sind laut Herstellerangaben wischfest und auf der Rückseite selbstklebend, was sie für Alben, Karten und Notizbücher praktisch macht.
Für wen sich die Instax mini 13 lohnt
Wenn es das echte Sofortbild sein soll, führt an der Instax kein Weg vorbei. Das Bild entsteht chemisch, es entwickelt sich vor den Augen, und es sieht aus wie das, was die meisten meinen, wenn sie von einem Sofortbild sprechen. Dieser Moment lässt sich mit einem Drucker nicht nachbauen.
Dazu kommt die Einfachheit. Kein Menü, kein Akku, der leer sein könnte, kein Telefon. Auf einer Feier und in Kinderhänden ist das der praktischere Weg.
Die Unterschiede im Detail
Das Verfahren. Instax belichtet Film und lässt ihn chemisch entwickeln. Kodak überträgt Farbe durch Hitze auf beschichtetes Papier und legt laut Herstellerangaben eine Schutzschicht darüber. Das eine ist ein Sofortbild, das andere ein Ausdruck. Beide sind farbig und sofort da, aber sie fühlen sich anders an und altern anders.
Die Auswahl vor dem Druck. Die Kodak zeigt das Bild und lässt dich entscheiden, die Instax nicht. Bei einer analogen Kamera kostet jeder Fehlversuch ein Blatt. Wer eine niedrige Trefferquote hat, spart mit der Kodak spürbar.
Handyfotos. Nur die Kodak nimmt Bilder vom Telefon an und druckt sie aus. Wer diese Funktion im Instax System will, braucht einen eigenen Drucker wie den Instax mini Link 3 oder eine Hybridkamera.
Der Umgang mit Fehlern. Wenn bei der Instax ein Bild misslingt, ist das Blatt verbraucht. Bei der Kodak bleibt die Aufnahme digital erhalten und lässt sich erneut drucken oder verwerfen. Wer mit Kindern fotografiert oder bei schwierigem Licht arbeitet, spart dadurch Material. Umgekehrt gehört das misslungene Bild für viele zum analogen Sofortbild dazu.
Was beide gleich machen
Beide Geräte geben das Bild direkt aus, beide laufen ohne Computer, beide passen in eine Tasche. Und beide haben Folgekosten, die über die Zeit mehr ausmachen als die Anschaffung. Wie sich Sofortbildfilm und beschichtetes Papier dabei zueinander verhalten, rechnet der Beitrag zu den Kosten pro Sofortbild vor.
Auch die Zielgruppe überschneidet sich: Beide werden häufig verschenkt und beide landen auf Feiern. Die Frage ist nur, ob ein Ausdruck oder ein echtes Sofortbild gewünscht ist.
Der passende Film für die Instax mini 13
Häufige Fragen
Ist ein Kodak Druck ein echtes Sofortbild?
Technisch nicht. Er entsteht durch Thermodruck auf beschichtetem Papier, nicht durch chemische Entwicklung von Film. Das Ergebnis ist ein Ausdruck.
Kann die Kodak auch Handyfotos drucken?
Ja, das ist einer ihrer Vorteile. Die Instax mini 13 kann das nicht, dafür braucht es einen eigenen Drucker.
Welches Bild hält länger?
Beide sind bei trockener und dunkler Lagerung langlebig. Der Kodak Druck ist laut Herstellerangaben durch eine Schutzschicht wischfest, das Instax Bild reagiert empfindlicher auf Licht und Wärme.
Welches Format ist größer?
Der Kodak Druck ist quadratisch mit rund 76 x 76 mm, das Instax mini Bild misst 62 x 46 mm. Alle Formate nebeneinander zeigt die Formatübersicht.
Welche eignet sich besser für Kinder?
Die Instax mini 13, weil sie ohne Menü und ohne Telefon funktioniert und das Bild sofort in der Hand liegt.
Fazit
Das eine Gerät druckt, das andere belichtet, und daran hängt jeder weitere Unterschied. Wer Bilder auswählen, Handyfotos ausgeben und wischfeste Aufkleber haben will, nimmt die Kodak Mini Shot 3. Wer das echte Sofortbild sucht, mit Entwicklung vor den Augen und ohne Zwischenschritt, greift zur Instax mini 13.
Beides ist eine gute Wahl, nur eben für zwei verschiedene Erwartungen.
Ausführlich stehen beide Geräte in den Einzelberichten zur Kodak Mini Shot 3 und zur Instax mini 13. Alle weiteren Gegenüberstellungen sammelt der Vergleichs-Überblick.








